Die herzgesunde Küche

Eine herzgesunde Küche beginnt schon beim Tisch decken. Eine farblich passende Tischdecke, ein mit hübschem Geschirr gedeckter Tisch, auf dem ein Krug voller schöner, bunter Blumen steht, eine brennende Kerze lädt zum Verweilen ein, egal ob man alleine, zu zweit oder in bunter Gesellschaft ist.

Ein gemeinsames Mahl gehört im sozialen Leben mit dazu. Es tut gut und ist schön, wenn man dabei mit befreundeten Menschen im Gespräch sein kann und sich austauscht. Angenehme Klänge können - müssen aber nicht - den Raum mit leiser Musik erfüllen. Auch Stille kann wohltuend und mit Harmonie erfüllt sein. 

 

 

 

Herzerfrischende Mahlzeiten sind mit Liebe zubereitet, fein gewürzt und gesund.

 

Gekocht wird meist vegetarisch mit Gemüse und als Beilage Getreide, Vollkornnudeln und manchmal Kartoffeln. Ein- bis zweimal in der Woche darf auch ein Fisch- oder Fleischgericht auf dem Plan stehen. 

 

Zum Nachtisch gibt es eine Schale Obst, Kompott oder auch mal einen selbst gebackenen Kuchen. Ist das Leben nicht schön!?

 

Das Herz zu stärken beginnt mit einer solchen herzgesunden Ernährung. Hierbei ist die Qualität unserer Lebensmittel entscheidend. Denn aus der Nahrung  bezieht unser Organismus die Nährstoffe, die er für die Versorgung seiner Zellen benötigt, um lebendig zu bleiben.

 

1 Essen Sie nur dann, wenn Sie wirklich Hunger haben und nicht aus Langeweile. Sie sollten sich        beim Essen wohlfühlen. Nehmen Sie sich drei Mal täglich die Zeit und Ruhe, um am schön gedeckten Tisch mit Bedacht Ihre Mahlzeit zu essen. 

Danach sollten Sie sich satt fühlen, jedoch ohne Völlegefühl.

 

2 Verwenden Sie herzgesunde Fette, wie Lein-, Oliven- oder Rapsöl und achten Sie dabei auf eine gute Qualität. Ein gutes Öl ist kalt gepresst (möglichst aus erster Pressung) und trägt dann den Zusatz ‚extra vergine‘. 

Verwenden Sie Butter statt Margarine. Sie ist bekömmlich, leicht verdaulich, an Geschmack unübertroffen, enthält ungesättigte Fettsäuren, Vit. E und Lecithin, d. h. ein naturbelassenes Fett, das vor Arteriosklerose schützt, obwohl Butter auch Cholesterin enthält.

 

3 Achten Sie bei der Auswahl Ihrer Lebensmittel und vielfältigen Obst- und Gemüsesorten auf Frische und auf eine gute Qualität. Wenn Sie die Lebensmittel aus biologischem, regionalen Anbau nehmen und schonend zubereiten, bleiben die Nährstoffe und der Geschmack lebendig erhalten.

 

4 Orientieren Sie sich beim Essen und Trinken und bei der Auswahl der Speisen auch an den vier Jahreszeiten. So kommt Vielfalt und Abwechslung auf Ihren Speiseplan und Ihr Organismus bekommt das, was er braucht. Im Sommer leicht Verdauliches, im Winter brauchen wir wärmende Gemüse, fein gewürzt und pikant angerichtet.

 

5 Täglich Fünf!

Wenn Sie täglich fünf Portionen frisches Obst und Gemüse essen und als Beilage Getreide, Vollkornnudeln oder auch mal Kartoffeln wählen, sind Sie mit allem versorgt, was Ihr Organismus benötigt. Sie nehmen dann ausreichend Vitamine zu sich und müssen nicht auf teure Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen. Diese sind chemisch hergestellt und können Ihnen sogar schaden! Darüber gibt es Studien.

 

6 Ergänzen Sie Ihre Mahlzeiten mit herzgesunden Meeresfischen, die wertvolle Omega-III-Fettsäuren enthalten. Das sind beispielsweise Hering, Lachs oder Makrele. Der Vorteil daran ist, dass sie die Blutfette senken und entzündliche Prozesse in den Wänden der Blutgefäße bei Arteriosklerose hemmen. Ein- bis zweimal pro Woche können Sie eine Fischmahlzeit einplanen.

 

7 Beugen Sie einem Flüssigkeitsmangel vor und trinken Sie täglich 1,5 bis 2 Liter Kräutertees, Saftschorles (zubereitet aus ca. 1/3 Glas möglichst naturtrüber ungesüsster Saft, aufgefüllt mit 2/3 stillem Wasser) oder einfach stilles Wasser. Auch Suppen und Smoothies können Sie hier dazuzählen.

 

8 Auf was Sie gänzlich verzichten sollten:

 

8.1 Auf gehärtetes Frittierfett, wie Kokos- oder Palmfett, da es ebenso wie manche Margarinesorten ungesunde Transfettsäuren enthält, die beim Härten pflanzlicher Fette oder beim starken Erhitzen bzw. Frittieren von Lebensmitteln entstehen. Sie sind ungünstig, weil sie das LDL-Cholesterin und die Triglyceride  erhöhen. Dies kann auf Dauer zu Depressionen führen. Sie fördern darüberhinaus Entzündungs- und Gerinnungsprozesse in den Gefäßen und es kommt zu Fetteinlagerungen.

 

8.2 Auf industriell hergestellte Fertiggerichte, wie Ketchup, Mayonnaise, Pommes Frites, Chips, Snacks, Knabbermischungen und Süßwaren, da sie voller ungesunder Zusatzstoffe stecken: sie beinhalten künstliche Aromen, Emulgatoren, Stabilisatoren etc. und obendrein noch hohe Anteile von Zucker, Salz und Fett. Lesen Sie doch einmal aufmerksam das Kleingedruckte, wenn Sie beispielsweise beabsichtigen, Tomatenmark einkaufen. Sie werden sich schwer tun, eines ganz ohne Zucker zu finden. Daher ist es nicht unwichtig, dieses Kleingedruckte zu lesen, damit Sie wissen, was Sie sich antun.

 

8.3 Alkohol, Schwein & Co.

Weitgehend verzichten sollten Sie auf Genussmittel wie Schweinefleisch und zuviel Wurst (die vor allem aus Schweinefleisch hergestellt wird), Alkohol und sonstige Drogen. Auch Industriezucker sollten Sie weitgehend meiden. Dies führt zu einem ungünstigen Darmmilieu und zu einer Übersäuerung des Gewebes. Die Folge davon ist, dass Ihre Zellen dann nicht mehr genügend mit Sauerstoff versorgt und dadurch nicht mehr atmen können.

Zu Industriezucker gibt es gesündere Alternativen:

Honig, Apfel- oder Birnendicksaft, Agavendicksaft und Stevia.

Schulmedizinische Medikamente sollten sich auf wirkliche Notfälle beschränken, da diese meist mit ungünstigen Nebenwirkungen und auch Wechselwirkungen einher gehen. Auch auf teure Nahrungsergänzungsmittel können Sie ganz verzichten, wenn Sie abwechslungsreich und frisch kochen.

  

9. Auszeit

Und weil das Leben Spass und Freude machen soll in allem, was Sie tun, dürfen Sie an einem Tag in der Woche eine Auszeit einlegen: Da dürfen Sie loslassen, die Seele baumeln lassen, nett zu sich selbst sein und nach Lust und Laune tun und lassen, was Sie möchten.

 

Wenn Sie sich schon an einen guten und achtsamen Umgang mit sich selbst gewöhnt haben und es Ihnen nicht schwer fällt, die obigen Punkte einzuhalten, werden Sie bemerken, dass Sie auch in der Auszeit achtsam mit sich umgehen wollen. 

 

Verwendete Literatur:

Annette Bopp, Andreas Fried, Ursula Friedenstab (Hg.), ‚Die Havelhöher Herzschule - Neue Perspektiven für Herzpatienten‘

aethera im Verlag Freies Geistesleben & Urachhaus GmbH, 2009

 

A. Bopp, Dr. med. T. Breitkreuz, Dr. med. A. Fried, Dr. med. J. Gruber

‚Das Herz stärken - Ganzheitliche Selbsthilfe bei Infarkt und Herzschwäche‘

Gräfe und Unzer Verlag, 1. Aufl. 2011

 

Annette Bopp, Dr. Thomas Breitkreuz

‚Bluthochdruck senken - Das 3-Typen-Konzept’

Gräfe und Unzer Verlag, 2009, 11. Aufl. 2011

 

 

Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine ärztliche Diagnose. Bitte beachten Sie hierzu die Hinweise zu Gesundheitsthemen im Impressum!

©Margit Adele Volk

 

 

 

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