Eine kleine Heilpflanzenkunde

Arnika montana - Bergwohlverleih

Arnika ist hilfreich bei schlecht heilenden Wunden, Zerrungen, Quetschungen und Blutergüssen.

 

Wirkstoffe sind Ätherisches Öl, Flavonoide, Thymol und Sesquiterpenlactone.

 

Tee aus Arnika wird nur äußerlich zum Gurgeln, für Umschläge und Spülungen angewandt.

 

Lassen Sie circa 2 Tl Arnikablüten mit 250 ml kochen heißem Wasser überbrüht ungefähr 5 - 7 Minuten ziehen.

Augentrost - Euphrasia

Der Augentrost (Euphrasia) hilft bei Lichtempfindlichkeit, Augenbrennen, tränenden Augen und bei akut oder chronisch entzündeten Augen.

 

Wirkstoffe sind Ätherisches Öl, Bitter- und Gerbstoffe.

 

Gießen Sie 1 - 2 Tl Euphrasiakraut mit 250 ml kochend heißem Wasser auf und lassen ihn 2 - 3 Minuten ziehen. Dieser Tee stärkt die körpereigenen Abwehrkräfte.

 

Bei 'Gerstenkörnern' können Sie zu gleichen Teilen Augentrost und Fenchenschrot mischen und mit 250 ml siedend heißem Wasser aufgießen und das 'Gerstenkorn' mit dem lauwarmen Tee immer wieder betupfen.

Baldrian - Valeriana offizinalis

Baldrian hilft bei nervösen Herzbeschwerden, allgemein bei Nervosität und Schlaflosigkeit.

 

Hauptwirkstoffe sind ein Ätherisches Öl und Valepotriate, die eine schlaffördernde, beruhigende Wirkung am Abend und zur Nacht haben.

 

Sie können dem abendlichen Badewasser einen wohltuenden Baldriansud zugeben. Den Sud können Sie aus circa 100 g Wurzeln, die Sie in zwei Liter siedendem Wasser ungefähr fünf Minuten köcheln lassen, herstellen.

 

Auch ein Baldriantee hat am Abend eine beruhigende Wirkung. Übergießen Sie einen Tl Baldrianwurzeln mit 250 ml kochend heissem Wasser und lassen sie den Tee circa 5 Minuten ziehen. Trinken Sie ihn schluckweise am Bett vor dem Einschlafen.

Basilikum - Das Königsgewürz im Garten

Basilikum schmeckt feurig und leicht salzig.

 

Basilikum regt den Appetit und die Verdauung an. Es verhindert außerdem Blähungen.

 

Es wird im Sommer möglichst frisch verwendet. Besonders gut passt es zu den sommerlichen Tomatengerichten: Tomaten mit Mozzarella, Tomatensalat, Tomatensoße, Tomatensuppe.

Es passt  - fein dosiert - aber auch zu allen anderen Sommersalaten dazu und wird auch in Kräutersuppen verwendet.

 

Aus Basilikum, Olivenöl und Knoblauch kann man auch ein herrliches Pesto herstellen, das gut zu Vollkornspaghetti mit Tomatensoße und Parmesankäse passt. Und natürlich gehört hier unbedingt ein frischer, knackiger bunter Salat dazu.

Beifuss - Artemisia vulgaris

Ein Gänsebraten wird innen mit Beifuss gefüllt, denn diese Bitterstoffe helfen sehr, den fetten Gänsebraten verdauen zu können, weil die Sekretion gesteigert wird. Außerdem wird die Gans dadurch sehr schmackhaft.

 

Beifuss hilft bei Appetitlosigkeit und bei Störungen von Magen, Darm und Galle.

 

Wirkstoffe sind: Ätherisches Öl und Bitterstoffe.

 

Nehmen Sie circa 1 EL Beifusskraut und übergießen Sie es mit 250 ml heißem Wasser und lassen es fünf Minuten ziehen.

Birke - Betula pendula

Birkenblättertee ist ein sehr wohlschmeckender feiner Tee, die frischen Blätter können auch wertvolle Zutat zu Frühlingssalaten sein.

 

Für den Tee lassen Sie 1 EL Birkenblätter in mit 250 ml kochend heißem Wasser 5 Minuten ziehen. Trinken Sie zwei bis drei Tassen täglich.

 

Birke hilft zur Entwässerung bei Stauungen, bei Nieren- und Blasenerkrankungen zum Durchspülen.

 

Wirkstoffe sind Ätherisches Öl, Bitter- und Gerbstoffe, Flavonoide, Saponine und Vitamin C.

 

Achtung: Bitte wenden Sie die Birke nicht an bei eingeschränkter Herz- und Nierentätigkeit!

Bohnenkraut

Bohnenkraut eignet sich sehr dazu, es in größeren Mengen für den Winter zu trocknen und in ein Braunglas abzufüllen. So haben Sie immer ein Gewürz parat, das sehr gut zu Bohnen aller Art, aber auch zur Kartoffelsuppe oder Zucchinisuppe passt.

 

Bohnenkraut stärkt den Magen, fördert die Verdauung und regt die Bauchspeicheldrüse (das Pankreas) an. Es hat auch eine aphrodisische Wirkung.

 

Im Garten wird es zwischen den Buschbohnen angepflanzt. Lassen Sie es ruhig aussamen. Es geht dann im Juni von selbst wieder auf und verfeinert Ihren Gartenboden.

Borretsch - Borago offizinalis

Ohne Borretsch kann ich mir den Garten gar nicht vorstellen! Mit seinen hübschen blauen Blüten können Sie Sommersalate herrlich verzieren. Borretschblätter bereichern grünen oder bunten Salat mit einem frischem Geschmack. 

Sehr gut auch zu Gurkensalat! Im Volksmund heisst der Borretsch 'Gurkenkraut'.

Sie können von ein paar frischen Borretschblättern auch einen feinen, durstlöschenden Tee bereiten. Er lässt sich auch gut mit Blättern von Minze und Melisse mischen.

Geben Sie einfach eine Mischung dieser Blätter in eine Teekanne und gießen Sie einen Liter sprudelnd kochendes Wasser darauf. Nach 10 Minuten schon haben Sie einen wohlschmeckenden, durstlöschenden Tee im Sommer.

Brennnessel - Urtica urens

Brennesselblättertee aus frischen, jungen Brennesselblättern im Frühjahr gesammelt, ist ein sehr wohlschmeckender Tee vor allem als Frühlingstee.

Überbrühen Sie 1 - 2 El Brennesselblätter mit 250 ml heißem Wasser und lassen Sie ihn circa 5 Minuten köcheln.

Genießen Sie drei Mal täglich eine Tasse Tee.

Die frischen Blätter können auch zu frischen Frühlingssalaten dazugegeben werden (das zugegebene Öl sorgt dafür, dass sie nicht im Mund brennen).

Wenn Sie frischen Spinat kochen, sorgt die Zugabe von Brennesselblättern für die bessere Eisenverwertbarkeit des Spinats. Brennnessel helfen gegen Gicht, Rheuma, Nieren- und Prostatabeschwerden.

Dill

Frischer Dill eignet sich für Salate aller Art, besonders gut passt er zu Gurkensalat!

 

Auch Fischgerichte sind ohne frischen Dill undenkbar! Sie können auch eine Dill-Senf-Soße bereiten und zu Fisch- oder Eierspeisen geben.

 

Ebenso können Sie Kräuteressig mit Dill herstellen.

 

Dillsamen können Sie ebenso wie ganzen Kümmel zu Bratkartoffeln geben.

Eibisch

Der Roseneibisch ist eine schöne Teepflanze.

 

Geben Sie im Sommer eine Handvoll frische Blüten zusammen mit ein paar Rosenblütenblätter in eine Kanne und gießen Sie mit kochend heißem Wasser auf.

 

Lassen Sie den Tee mindestens eine viertel Stunde ziehen. Dann genießen Sie eine Tasse von diesem lieblichen Tee in Ihrem Garten.

Estragon

Estragon hat einen würzigen, feinherben Geschmack und eignet sich sehr für die Zubereitung von Kräuteressig, der dann gut zu den Sommersalaten passt.

 

Ich verwende den Estragon sehr viel in der Gemüseküche neben Oregano und Basilikum. Dieses Trio passt zu sehr vielen Speisen sehr gut und der aromatische Geschmack läßt einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Das ist eine gute Vorbereitung für die Verdauung der Mahlzeiten.

Fieberklee

Fieberklee (Menyanthes trifoliata) hilft bei Appetitlosigkeit, Grippe, Magen und Darmbeschwerden.

 

Hauptwirkstoffe sind Bitterstoffe, Flavonoide, Gerbstoffe.

 

Trinken Sie eine Tasse Tee warm vor den Mahlzeiten.

 

1 Tl Blätter in 250 ml Wasser aufkochen und nur eine Minute köcheln lassen.

Frauenmantel - Alchemilla monticola

Haupwirkstoffe dieses Frauenmittels sind Bitterstoffe, Gerbstoffe und ätherisches Öl.

 

Alchemilla hilft bei Durchfall, Magenbeschwerden und Frauenerkrankungen.

 

Nehmen Sie circa 1 El Frauenmantelkraut und lassen es nur 2 - 3 Min. in 250 ml siedendem Wasser köcheln.

 

Trinken Sie täglich nicht mehr als zwei Tassen Tee davon.

Gelber Enzian - Gentiana lutea

Der Gelbe Enzian wächst im Gebirge - vielleicht haben Sie ihn dort schon einmal am Rande einer Bergtour entdeckt?

 

Der Gelbe Enzian ist ein wichtiges Bittermittel. Neben den Bitterstoffen enthält er auch Amarogentin und Gentiopikrin nebst Zucker.

 

Bitterpflanzen helfen allgemein bei Appetitlosigkeit ebenso wie bei Übelkeit, Völlegefühl und allgemein bei Störungen der Verdauung (Magen- und Darmbeschwerden).

 

Lassen Sie 1 TL Enzianwurzeln in 250 ml kochendem Wasser fünf Minuten köcheln, dann abseihen.

Trinken Sie eine Tasse Tee jeweils vor den Mahlzeiten.

Gänsefingerkraut - Potentilla anserina

Anserina wird gerne zum Gurgeln bei Halsschmerzen angewendet, aber auch bei Durchfällen und kolikartigen Magen-/Darm-Beschwerden.

 

Hauptwirkstoffe sind Bitter- und Gerbstoffe.

 

Lassen Sie 1 TL Kraut in 250 ml siedend heißem Wasser nur 5 Min. ziehen.

 

Trinken Sie nicht mehr als zwei bis drei Tassen Tee pro Tag.

Goldrute - Solidago virgaurea

Solidago hilft bei Entzündungen von Niere und Blase. Es hat eine wassertreibende Wirkung und wird zum Durchspülen dieser Organe angewandt.

Wirkstoffe sind Ätherische Öle, Bitterstoffe, Flavonoide, Gerbstoffe und Saponine.

 

Übergießen Sie 1 - 2 TL Kraut mit 250 ml kochend heißem Wasser und lassen es nicht länger als 2 Minuten ziehen.

 

Trinken Sie nicht mehr als 2 - 3 Tassen täglich.

Heckenrose - Rosa canina

Rosa canina erfreut uns mit hübschen roten Hagebutten, aus denen ein wunderbarer Früchtetee bereitet werden kann. Der Tee hilft bei Erkältungskrankheiten und Fieber. 1 - 2 TL Hagebutten werden in 250 ml Wasser fünf bis sieben Minuten lang ausgekocht.

Trinken Sie ein bis drei Tassen täglich von diesem Tee, wenn Sie erkältet sind oder zur Vorbeugung.

 

Hagebuttenpulver hilft bei Gelenkbeschwerden. Sie können es einfach zum Frühstück mit ins Müsli streuen.

 

 

Die Blüten der Heckenrose bezaubern unsere Sinne mit Ihrem Duft in Tee oder Rosengeléé.

Schwarztee und Rooibosthee werden durch das Rosenaroma im Geschmack gesteigert.

 

Hagebuttenmark: Aus 1 kg Hagebuttenfrüchten können Sie mit Wasser bedeckt zum Kochen bringen und dann mit dem 'Zauberstab' pürieren. Nun fügen Sie 1 Pfund Sucanat (getrockneter Zuckerrohrsaft) hinzu und lassen alles zusammen etwas köcheln, bevor Sie das Hagebuttenmark in sterilisierte Schraubgläser abfüllen. Idealer Fruchtaufstrich im Winter.

 

Rosengeléé: 

 

Hagebutten enthalten viel Vitamin C und sind daher ideal als Wintertee.

Sonstige Wirkstoffe sind Flavonoide, Fruchtsäuren und Mineralstoffe.

Hirtentäschel - Capsella bursa pastoris

Dieses schöne Kräutlein begegnet uns am Wegesrand. Die dreieckigen, herzförmigen Früchte sind das 'Hirtentäschel'.

Wirkstoffe sind Acetylcholin, Cholin und Flavonoide.

Es hilft gegen Blutungen und zu starker Regelblutung.

Nehmen Sie 2 TL Kraut und übergießen Sie es mit 250 ml kochen heißem Wasser. Lassen Sie den Hirtentäscheltee sieben Minuten ziehen.

Trinken Sie zwei Tassen täglich. 

Fragen Sie vor der Anwendung Ihren Arzt oder Heilpraktiker.

Holunderblütensirup - Sambucus nigra

An sehr heissen Sommertagen kann eine Glaskaraffe voll mit kalter 'Holunderlimonade' ein Genuss sein und Linderung bringen. 

Geben Sie dazu nur ein wenig Holunderblütensirup (circa ein Likörglas voll) in die Karaffe und füllen Sie sie mit kaltem, frischen Münchner Leitungswasser auf.

Alternativ können Sie auch kaltes, stilles oder leichtes Medium Sprudelwasser verwenden.

Holunder, schwarzer - Sambucus nigra

Schwarzer Holunder ist reich an Vitamin C und vielen, wertvollen Enzymen. Sie können ihn im Sommer zu einem feinen Holunder-Kompott verarbeiten. Beliebt ist auch das Holunder-Birnen-Kompott. Sie können es zu frisch gebackenen Pfannkuchen aus Dinkelmehl oder auch aus Buchweizenmehl (Ausmahlgrad 1050) reichen.

Holunderblütentee ist ein sehr wohlschmeckender und auch schweisstreibender Tee, wenn Sie im Winter an einer Erkältung leiden.

Brühen Sie sich einen Tee mit einem Liter kochendem Wasser auf ca. 1 EL Holunderblüten auf und lassen Sie ihn gute zehn Minuten ziehen. Füllen Sie den ungesüssten Tee in eine Thermoskanne und stellen Sie sie auf den Nachttisch. Dann gehen Sie am besten ins Bett, packen sich dort warm ein in einem Wollschlafanzug und mit Wollsocken an den Füssen und decken sich mit Wolldecken und einer warmen Bettdecke zu. Bevor Sie sich hinlegen, trinken Sie im Bett schluckweise und genussvoll diesen heissen Tee. Dann ruhen Sie sich aus und beginnen zu schwitzen. Sie werden sehen: Am nächsten Morgen wachen Sie wieder viel erfrischter auf. Nun waschen Sie sich mit einem Waschlappen voll lauwarmem Wasser und einer wohlriechenden Naturseife ab und begeben Sie sich nach dem Abtrocknen in einen frischen Schlafanzug. Nun können Sie erst einmal Frühstücken: wie wär's mit Getreidekaffe und dazu Knäckebrot oder Zwieback mit Butter als Aufstrich. Dazu einen aufgeschnittenen, säuerlichen und saftigen Apfel. Wenn Sie sich noch sehr erkältet fühlen, können Sie eine weitere Schwitzkur durchführen, zur Abwechslung vielleicht diesmal mit Lindenblütentee: 1 EL Lindenblüten mit 1 L kochendem Wasser aufgiessen und circa zehn Minuten ziehen lassen. Nach Belieben können Sie einen Tl. voll Honig dazu geben.

Hopfen - Humulus lupulus

Ingwer - Zingiber offizinalis

Ingwer stärkt das Verdauungsfeuer. 

In der Indischen Küche hat die Verwendung von Ingwer daher große Tradition neben Curcuma und Safran.

Ich verwende Ingwer gerne bei der Zubereitung von Kürbissuppe.

Sie können ein Stück frische Ingwerwurzel zusammen mit dem Wasser in den Tee-Kessel geben und alles zusammen zum Kochen bringen. 

Trinken Sie täglich einen Liter von diesem heissen Ingwer-Wasser. Es hilft mit bei der Entgiftung des Körpers, stärkt die Verdauungssäfte und Ihr Immunsystem.

 

Aus frisch gepresstem Orangensaft aus drei Blutorangen, dem Saft einer Zitrone und zwei frisch gepressten Knoblauchzehen sowie einem Tl. Honig lässt sich ein feines, stärkendes Getränk bei Erkältungskrankheiten bereiten. Trinken Sie den Saft am besten angewärmt und schluckweise im Bett. Packen Sie sich warm ein, und am besten ist es, wenn Ihr Körper Fieber produziert und Sie auch schwitzen können. So sind Sie in der Regel bald wieder fröhlich an Deck!

Isländisch Moos

Johanniskraut - Hypericum perforatum

Jungfer-im-Grünen - Nigella - Schwarzkümmel

Auch die Jungfern-im-Grünen können Sie im Garten aussamen lassen. Sie gehen dann im kommenden Frühjahr von selbst wieder auf und bereichern den Garten mit ihren wunderschönen blauen, weissen und manchmal lila Blüten zwischen den ebenfalls sich selbst aussäenden orange-gelben Ringelblumen (Calendulae), wenn Sie sie lang genug stehen lassen.

Die Samenkapseln der Nigellae, das ist der lateinische Name dieser schönen Pflanze, enthalten wertvollsten Schwarzkümmel.

Sie können den Schwarzkümmel einfach auf ein Quarkbrot streuen. Er schmeckt sehr aromatisch und sein Öl enthält wertvolle Omega-III-Fettsäuren, die eine antisklerotische Wirkung auf die Blutgefäße haben. Mit der Aufnahme von Omega-III-Fettsäuren in der Nahrung (z. B. auch im Seelachs, in Brennesselsamen) beugen Sie Ablagerungen in den Blutgefässen vor. 

Kamille - Matricaria chamomilla

Kamille ist ein wichtiges Gewürz in der Küche.

 

Geben Sie zu Kohlgerichten neben Fenchel- und Senfsamen nur ein paar Blüten Kamille dazu, und schon ist alles viel leichter zu verdauen.

Frau Kamille macht auch einen feinen Geschmack.

 

Sehen Sie auch unter 'Tee-Rezepte'.

 

Karde, wilde

Kapuzinerkresse

Königskerze - Verbascum thapsiforme

Kurkuma

Kurkuma ist ein vielfältiges Allroundmittel und wird zum einen bei der Herstellung der vielen verschiedenen Curry-Mischungen verwendet, zum anderen aber auch als Färbemittel zum Färben von Baumwollschals oder von Ostereiern.

Kurkuma ist für sich alleine betrachtet auch eine wunderbare Arznei. Hervorheben möchte ich besonders seine wundheilenden und die das Immunsystem kräftigenden Eigenschaften. Es hilft bei peptischen Magengeschwüren ebenso wie bei Entzündungsprozessen. Es unterstützt die Leberfunktion und unsere Verdauung, hilft bei Diabetes Typ II und senkt das Nüchterninsulin. Kurkuma beugt Nierenerkrankungen vor, und auch unser Herz profitiert von Kurkuma sehr. Die Neubildung von Gefäßen (Angiogenese) wird durch die Einnahme von Kurkuma gestoppt. Dies spielt bei der Krebserkrankung eine positive Rolle.

Wenn Sie möchten, probieren Sie doch einmal Kurkuma-Tee oder alternativ Kurkuma-Milch: Geben Sie 1 - 2 EL Butterschmalz oder Ghee in einen Topf und lösen es auf kleiner Flamme auf. Dann geben Sie 1 TL gemahlenen Kurkuma, 1/2 TL gemahlenes Ingwerpulver, 1/2 TL gemahlenen Zimt, eine Prise gemahlenen Kardamom und eine Prise schwarzen Pfeffer dazu und füllen den Topf mit 1 L sprudelnd heissem Wasser auf. Lassen Sie alles zusammen etwas köcheln. Dann nehmen Sie den Topf vom Herd und geben, wenn Sie möchten, zur Abrundung 1 TL Honig und einen Schuss Sahne hinzu und rühren um. Geben Sie dieses gesunde Getränk in eine schöne Teekanne. Tipp: Anstatt mit heissem Wasser können Sie das Ganze auch mit heisser Ziegenmilch (sie ist leichter verdaulich als Kuhmilch) oder mit Kuhmilch auffüllen.

Lavendel - Lavandula offizinalis

Liebstöckel - Levisthicum officinalis

Linde & Lindenblüte

Lindenblütentee ist ein sehr wohlschmeckender und auch schweisstreibender Tee, wenn Sie im Winter an einer Erkältung leiden.

Brühen Sie sich einen Tee mit einem Liter kochendem Wasser auf ca. 1 EL Lindenblüten auf und lassen Sie ihn gute zehn Minuten ziehen. Füllen Sie den ungesüssten Tee in eine Thermoskanne und stellen Sie sie auf den Nachttisch. Dann gehen Sie am besten ins Bett, packen sich dort warm ein in einem Wollschlafanzug und mit Wollsocken an den Füssen und decken sich mit Wolldecken und einer warmen Bettdecke zu. Bevor Sie sich hinlegen, trinken Sie im Bett schluckweise und genussvoll diesen heissen Tee. Dann ruhen Sie sich aus und beginnen zu schwitzen. Sie werden sehen: Am nächsten Morgen wachen Sie wieder viel erfrischter auf. Nun waschen Sie sich mit einem Waschlappen voll lauwarmem Wasser und einer wohlriechenden Naturseife ab und begeben Sie sich nach dem Abtrocknen in einen frischen Schlafanzug. Nun können Sie erst einmal Frühstücken: wie wär's mit Getreidekaffe und dazu Knäckebrot oder Zwieback mit Butter als Aufstrich. Dazu einen aufgeschnittenen, säuerlichen und saftigen Apfel. Wenn Sie sich noch sehr erkältet fühlen, können Sie eine weitere Schwitzkur durchführen, zur Abwechslung vielleicht diesmal mit Holunderblütentee: 1 EL Holunderblüten mit 1 L kochendem Wasser aufgiessen und circa zehn Minuten ziehen lassen. Nach Belieben können Sie einen Tl. voll Honig dazu geben.

Löwenzahn - Taraxacum offizinale

Malva sylvestris

Melisse - Melissa officinalis

Mistel

Orangen

Oreganum

Petersilie - Petrosileum

Pfefferminze - Minta piperita

Ringelblume - Calendula

Rosmarin

Salbei - Salvia officinalis

Sanddorn

Schafgarbe - Achillea millefolium

Schlüsselblume - Primula veris

Spitzwegerich - Plantago lanceolata

Schwarze Johannisbeere

Roter Sonnenhut - Echinacea purpurea

Stiefmütterchen - Viola tricolor

Taubnessel, weisse - Lamium Album

Tausengüldenkraut - Centaurium aerythraea

Thymian - Thymus vulgaris

Wacholder - Juniperus communis

Weide - Salix-Arten

Schnittlauch - Schoenoprasum

Weissdorn - Crataegus

Zitronen

 

 

Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine ärztliche Diagnose. Bitte beachten Sie hierzu die Hinweise zu Gesundheitsthemen im Impressum!

©Margit Adele Volk

Literatur:

Rosalee de la Forêt: Die Alchemie der Kräuter und Gewürze - Entfache die Heilkraft einfacher Zutaten, 1. Aufl. 2018, Trias Verlag in Georg Thieme Verlag KG

 

Ursel Bühring: Praxis-Lehrbuch der modernen Heilpflanzenkunde: Grundlagen - Anwendung - Therapie, Haug-Verlag, 3. Aufl., 2011

 

Olaf Rippe/Margret Madejsky: Die Kräuterkunde des Paracelsus: Therapie mit Heilpflanzen nach abendländischer Tradition, AT-Verlag, Aufl. 15. November 2006

 

Margret Madejsky:  Alchemilla: Eine ganzheitliche Kräuterheilkunde für Frauen, AT-Verlag,

Aufl. 1. Juni 2000

 

Apotheker Mannfried Pahlow: Das große Buch der Heilpflanzen, Lizenzausgabe 2002, ©Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München

 

GU Heilpflanzen-Kompaß von Mannfried Pahlow ©Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München 1989

 

Das große Buch der Heilpflanzen: Gesund durch die Heilkräfte der Natur, Nikol-Verlag,

Aufl. 1. August 2013

 

 

 

Psychosomatische Homöopathie & Anthroposophische Medizin

Individuell, nah am Menschen

Die Botschaft des Krankseins verstehen